Gesamtkonzept Campus Süd und Hochhaus an der Baierbrunner Straße

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Gesamtkonzept Campus Süd und Hochhaus an der Baierbrunner Straße

Beschränkter Wettbewerb

 

engere Wahl

 

STÄDTEBAULICHES KONZEPT

 

Die Neubebauung greift die Struktur der bestehenden Bebauung auf und schafft mit gezielten Maßnahmen einen neuen Kontext und ein neues städbauliches Konzept für das Wohngebiet Campus Süd/Baierbrunnerstraße.

 

Forum am Hochhaus

- alle wichtigen Gemeinbedarfsflächen werden im neuen Umfeld des Hochpunkts konzentriert,

- dem solitär stehenden Hochhaus wird im Süden eine niedrige Bebauung als Rahmen für das Forum, den Quartiersplatz, vorgelagert,

- am besonnten Fußpunkt des Hochhaus schließt die angehobene Terrasse an, die die neuen Nutzungen im EG barrierefrei in den Freibereich hinaus erweitert, belebt mit Cafe etc.,

- der südlich vorgelagerte Baukörper mit Kita und Dienstleistungen entlastet die knappen EG-Räume im Hochhaus und sichert gut zugeordnete Freiflächen für die Kita.

Im OG Hochhaus bleibt Raum für andere Gemeinschaftsflächen.

- das Hochhaus wird eng mit dem neuen Quartier verwoben

- Einzelhandelsnutzungen direkt am Baierbrunnerplatz ergänzen das bereits vorhandene Angebot

 

Wohnquartier Süd

Zeilenstruktur neu verknüpft

bietet Chance sich für Nachhaltiges Bauen zu entscheiden

- das bestehende Grundgerüst der Zeilenstruktur ist von vornherein nachhaltig und wird als Neubau- oder Bestand weiter entwickelt

- höhere Kopfbauten E+VII akzentuieren die Achsen zur öffentlichen Grünfläche

- Querbauten schließen Höfe

- der Wechsel von Grün- und Erschließungshöfen differenziert die lineare Gebäudestruktur und fasst sie zu Gruppen zusammen.

- so kann Bausubstanz erhalten werden (muss jedoch nicht) und nach Beispielen erfolgreicher Umstrukturierungen im modernen Quartier integriert werden

Vorteile sind:

- Nachhaltigkeit/ Energieeffizienz

- die Entscheidungsoption kann länger offen bleiben

- Nutzungsflexibilität durch größere Geschoßhöhe

- höhere Dichte und Flexibilität bei größerer Gebäudetiefe

- Potential für differenzierte neuere Wohnformen ob loftig oder gemeinschaftsorientiert,

- Charakter + Historie des Gebiets werden weitergetragen

 

Nord-Süd-Spange mit dem Oval

- die lange Spange westlich des Hochhauses ist Rückgrat und Bindeglied Nord-Süd. Ihre hervorgehobene Position markiert die Gastronomie und Dienstleistungen im EG

- sie fasst den nördlichen Vorplatz des Hochhauses und gliedert den zentralen Grünraum

- das eingestellte Oval der Bewohner- u. Familientreffs mit Jugend am Park liegt zentral im Quartier im offenen Erdgeschoß der Spange

 

Wohnquartier Nord

- die lineare Gebäudestruktur ist wie im Quartier Süd durch den Wechsel von Grün- und Erschließungshöfen differenziert und zu Wohngruppen zusammengefasst.

- ein Punkthaus (EG + XIV) fasst das Ende der Hofmannstraße räumlich und ist Pendant zum Hochhaus

- es liegt an einem öffentlichen Platz mit Anbindung zu Grünzug und Siemenswäldchen.

- Dachgestaltung: die Höhenstaffelung begünstigt private und gemeinschaftliche  Dachflächen zur privaten Grünversorgung

 

FREIFLÄCHENELEMENTE

Ost-West-Grünzug - GRÜNES BAND

- ein baulich gefasstes Freiflächenband durchzieht das gesamte Quartier und verbindet es direkt mit der Umgebung

- Bereiche mit unterschiedlichem Charakter und abgestufter Natürlichkeit laden zu vielfältigen Aktivitäten ein

- nördlich des Hochhauses bildet eine großzügige baum-überstandene Platzfläche das Entree in das neue Quartier

- als Auftakt des Grünraums mit unterschiedlichen Charakteren

- Das grüne Band schiebt sich unter der aufgeständerten Nord-Süd-Spange hindurch - mit freiem Blick und Wege-beziehungen,

- die gemeinschaftlichen öffentlichen Nutzungen im Oval schaffen im Freiraum einen lebendigen Mittelpunkt und geben Anlass zu vielfältigen Nutzungen

- hier wechselt der Charakter des Grünzugs

- das freie, weitläufige Wiesenparterre bildet als grünes Zentrum des Quartiers einen starken Kontrast zum dichten, wertvollen Baumbestand des Wäldchens, daran schließt das Siemenswäldchen an

 

Grünhöfe

- der natürlich geprägte Landschaftsraum des Siemens- wäldchens wird in den Grünhöfen aufgegriffen. Dadurch verschmelzen Quartier und angrenzender Landschafts- raum zu einem einheitlichen Grünraum

 

Eingangsplatz am Endpunkt der Hofmannstraße

- der Platz bildet den Zugang für die aus der Stadt kommenden, er ist räumlich gefasst durch einen Hochpunkt

- gleichzeitig bietet er eine Aufenthaltsfläche für das nördliche Wohnquartier

- er wird durch Räume für Dienstleistungen oder Gemeinschaftsflächen belebt

 

Erhalt des wertvollen und

ortsbildprägenden Baumbestands

- von Anfang an entsteht der Charakter eines durchgrünten Quartiers

- Einbindung vorhandener Grünstrukturen

- Weiterführung der parkartigen Baufelder

- vernetzte, begrünte Innenhöfe schaffen großmaßstäbliche Verbindungen

 

Erschließung

- flächenschonende Erschließung über direkt angebundene Tiefgaragenzufahrten und ohne öffentliche Straßen im Gebiet

- 2-hüftige Erschließung in den Höfen

- die Erschließungshöfe orientieren sich in die städtische Umgebung

- Herzstück eines jeden Hofes sind zentral gefasste, in Lage und Größe vorformulierte Aktivitätsfelder, welche den halböffentlichen Höfen eine eigene Identität geben

- die kompakte Bauweise mit großen Baukörpertiefen und die Option des Erhalts sorgen für eine wirtschaftli- che Baustruktur

 

Gesamtkonzept Campus Süd und Hochhaus an der Baierbrunner Straße

 

Ausloberin: PATRIZIA Deutschland GmbH, PBS Immobilien GmbH

Architekt: Zwischenräume Architekten + Stadtplaner GmbH

Landschaftsarchitekt: Stefan Kalckhoff Stadtplaner und Landschaftsarchitekt bdla