Ideenwettbewerb Stadt-Land-Fluss, Landsberg am Lech, 1.Preis

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Baustrukturen/Abrundung der historischen Altstadtstruktur


Die lineare Baustruktur mit engen langen Gassen und schmalen Bauzeilen - leicht gebogen in Nord-Südrichtung- wird vervollständigt. Lücken werden geschlossen, neue schmale Baukörper hinzugestellt und bestehende Baukomplexe stärker eingebunden.

Die charakterische kleinteilige Struktur der westlichen Altstadt wird dadurch deutlich erlebbar, die Altstadt erhält einen ausgeprägten Rand entlang der Lechstraße.

 

Gemeinbedarfseinrichtungen


- locker vor dem Altstadtrand

- durchlässig zum Fluss

Die Gemeinbedarfseinrichtungen, Schule, Sozialstation, Bad,.. lagern als Solitäre oder nach innenorientierte Hofanlagen in der Freifläche vor der Altstadt. Sie lassen Raum für Wege, für einen neuen Platz und den Luna-Park. So wird die Altstadt über diesen durchlässigen Bereich auf vielfältige Weise mit dem Fluss verbunden.

 

Wohnen an der Brudergasse


Die freie Fläche auf der Tiefgarage wird in die Altstadtbebauung eingebunden und mit Wohngebäuden überstellt. Die 3 schmalen Zeilen sind abgestimmt auf das Konstruktionsraster der Tiefgarage, lassen Ausfahrt und Aufgänge frei. Hohe Wohnqualität bieten die Gärten zwischen den Häusern und die Lage an Mühlbach und Altstadtzugang.

 

Wohnen am Mühlbach


Das Gebäude hinter dem Vermessungamt rückt vom Bach ab, um die schöne Baumkulisse zu erhalten und den Weg vom Färberturm bachbegleitend bis zum Rossmarkt fortzuführen.

 

Lebensmittelmarkt und Läden


Die beiden neuen Häuser auf dem Infantrieplatz vervollständigen hier die Gassenstruktur. Die vorhandene Platzfläche wird vor den Altstadtrand geschoben.

Das breitere Gebäude folgt dem Vorschlag der Stadt zur Tiefgaragenüberbauung, rückt jedoch für einen Durchgang vom Kino ab. Das Erdgeschoß ist ausreichend für den Lebensmittelmarkt, der Standort am Durchgang zur Altstadt und an der TG- Zufahrt gut erreichbar. Die benachbarten Läden im 2. Neubau, neben die Tiefgarage gestellt, ergänzen die Standortgunst.

In den beiden Obergeschossen sind Wohnungen vorgesehen, mit großzügigen Loggien als private Freiflächen.

 

Sozialstation


Ein Neubau weist die gewünschte Größe von insgesamtca.4500qm BGF auf. Seine Hofanlage entspricht der freien Anordnung in den der Altstadt vorgelagerten Flächen. Deshalb werden die privaten Freiflächen dieser Einrichtung auf den Innenhof beschränkt. Der Lunapark und das vorgeschobene Cafe sind zusätzliche Angebote für die Bewohner im nahen Umfeld.

 

Freiflächen


- neue Aufenthaltsflächen am Fluss

- bestehende Freiflächen beleben


Lech-Terrasse


Ein neuer großzügiger Platz spannt sich vom Altstadtrand bis an den Fluss, verbindet Stadt und Naturerleben, Geschäftigkeit und Ruhe.

 

Das Element "Gasse/Mauer/Fluss"


wird von der Karolinenbrücke aus entlang der Altstadtkante verlängert: am Kanal entlang bis an die "Lech-Terrasse". Kleine Bars und Sitzbereiche entlang der Mauer können sich auch hier anlagern.


Ein Sommerpfad um die Badeinsel


kann abseits des offiziellen Uferweges entdeckt werden. Während der Uferweg vom Altstadtrand am Kanal entlang über die Lech-Terrasse nach Norden geleitet wird, führen kleine Stege zur Inselumrundung.

 

Der Luna-Park


wird als grüner, ruhiger Treff für alle Generationen entwickelt. Die Bäume bleiben charakter-gebender Rahmen des Parks, der sich für deutliche Durchblicke zum Lech hin öffnet. Frei eingestreute Spiel- und Sitzinseln in der Uferböschung, unter Bäumen und am Cafè bieten Anreize zu Aufenthalt und Spiel.

 

Die Terrasse am Wehr


an der Karolinen Brücke ist Stadtbalkon mit einzigartigem Blick über die Lechstufen zur Altstadt und Auftakt für die lockere Abfolge von Aufenthaltsangeboten am Flussufer.

 

„Papier-Fleck“


In der weiten Angerfläche, die sich vom Lech über die Von-Kühlmann-Straße bis zur Häuserzeile spannt, werden die Parkplätze auf die bebaute Seite zur mächtigen Lindenreihe gestellt und die Flussseite freigeräumt. Am Lech sind Spiel- und Freizeitangebote für Jugendliche und Mehrzweckflächen als Streifen in die Wiese eingesenkt und von einem breiten Sitzband mit Blick zu Fluss und Spielfeldern begleitet. Die Wege von Bus- und Bahnhof durchkreuzen die Flächen geradlinig und kurz.

 

Der Historischer Park am Mutterturm


mit dem romantisch gestalteten Lauf des Papierbaches wird sanft saniert, langfristig auch der Park jenseits der Straße einbezogen. Als Entree zu Turm/Museum/Ensemble und neuem Steg werden Rasen-, Kies- und Plattenstreifen der Historie gerecht gestaltet.

 

Der Stadtbalkon gegenüber der Lech-Terrasse


stellt hier mit einer Aufenthaltsfläche den Bezug zur Altstadtseite her. Langfristig soll er ein Freiflächensystem nach Westen vorbereiten.

 

Aussichtskanzeln entlang der Von-Kühlmann-Straße


sind zwischen Sonnenstraße und Gottesackerangerweg als kleine Buchten entlang des Gehweges angelegt. Eine Bank mit hohem Rückenschutz und Dach bietet Rast und Ausblick zwischen den Bäumen hindurch auf die Türme der Stadt.

 

Die bestehenden Brücken


und der neue Steg gewinnen an Attraktion durch Platzsituationen an den Zugängen und angelagerte Cafès/Restaurants auf der Stadtseite. Von der Altstadt aus bieten die vielfältigen Durchlässe durch die Gemeinbedarfseinrichtungen am Fluss kurze und vielfältige Zugänge.

 

Der neue Fußgänger-Steg


führt vom Mutterturm, einen Wahrzeichen Landsbergs auf dem Westufer, direkt auf die Lech-Terrasse vor der Altstadt. Der Steg sollte eine leichte Konstruktion erhalten, mit großer Zurückhaltung vor der romantische Kulisse. Der Steg kommt beidseitig auf den Gelände an und muss über dem Fluss nur gering überhöht werden.

 

Lechterrasse und Umgebung


Der großzügige Platz vor dem Inselbad öffnet sich zum Fluss und gewinnt durch seine unterschiedlichen Funktionen hohe Attraktivität. Vor der Altstadt ist er ein städtischer Platz als Verbindung zwischen Altstadt und Flußlandschaft. Hier ist noch Fahrverkehr zugelassen, auch wenn der Parkplatzsuchende vorher abgefangen wird. Lebensmittelmarkt und ergänzende Läden in den neuen Bauzeilen profitieren von der Fläche für den Wochenmarkt in ihrem Vorbereich.

Freizeitangebote entlang der Südseite des Platzes bietet das Gebäude des Inselbades, nach 2 Seiten orientiert mit Kiosk und Restaurant, das hier durch die Lage am neu gefassten Schwimmbadkanal eine besondere Atmosphäre erhält.

Gegenüber kann das offene Dach vor der Schule vielfältig genutzt werden, als Schutz für die Fahrräder, aber auch für Märkte und Feste. Der besondere Reiz ergibt sich durch die Lage am Fluss. Der Platz treppt sich allmählich zum Lech ab. Rasenstufen laden den Altstadtbesucher zum Ausruhen ein. Das gegenüberliegende Ufer ist die grüne Kulisse, das Rauschen des Wassers verstärkt das Naturerleben.

 

Inselbad


Der Kanal wird wieder die Abgrenzung der Badeinsel. Das Element Gasse/Mauer /Kanal begleitet entlang der Altstadtgassen. An der Lech-Terrasse bildet das Badgebäudehinter dem Kanal die Kante zum Platz.

Das neue Gebäude erinnert mit der langgestreckten Form und mit der Fassade aus Holzlamellen an die Tradition der Flussbäder. Terrassen und Fenster lassen Durchblicke frei, Cafè, Imbiss und Restaurant bedienen zu beiden Seiten, ins Bad und auf die Lech-Terrasse.

Die Schwimmbecken konzentrieren sich entlang des Gebäudes zugunsten einer großzügigen Liegewiese. Zwei Holzdecks eröffnen ein Flusserleben für alle. Die Decks für Liegeplätze mit Aussicht kragen über den im Gehölz und in der Böschung verdeckten Schutzzaun und über das Flussufer hinaus.

 

Schule - Fassung der Freiflächen


Die Vorschläge für das Gymnasium sollen die Wirkung dieser Anlage "schwimmend" in der öffentlichen Freifläche hervorheben.

Bei dem Gymnasium werden deshalb die Freiflächen zur Lechstraße auf die vorderste Bauflucht zurückgenommen und mit einer schmalen baulichen Struktur gefasst, die Umgang und Wetterschutz in der Pause ist, Nebenräume aufnimmt und die Hofanlage vervollständigt. Dazu wird der Sportplatz auf der Tiefgarage nach Norden verschoben, der Ballfang in den Umgang integriert.

Zur Lech-Terrasse öffnet sich dieses Dach nach außen und nimmt Nutzungen für die Öffentlichkeit auf.

 

Ideenwettbewerb Stadt-Land-Fluss, Landsberg am Lech, 2007

Auslober: Stadt Landsberg am Lech

Fläche: ca. 119ha

Aussenanlagen: Barbara Weihs Landschaftsarchitektur