Plangutachten Ortsmitte Wörth, Städtebaulich- freiraumplanerisches Plangutachtenverfahren, 1.Platz

  • 1 Ortsmitte W
  • 2 IsometrieW
  • 3 LageplanW
  • 4 AnsichtSchnitteW
  • 5 AmW
  • 6 ALW
  • 7 OrtsdurchfahrtW
1 Ortsmitte W
2 IsometrieW
3 LageplanW
4 AnsichtSchnitteW
5 AmW
6 ALW
7 OrtsdurchfahrtW

Ortsmitte

Der offene Dorfplatz,

unmittelbar an der Ortsdurchfahrt, zeigt sich jedem Vorbeikommenden sofort.

Mit ein paar flachen Stufen erhebt er sich aus dem Verkehrsgeschehen mit seiner ebenen freien Fläche - für Dorffeste, Veranstaltungen und Märkte möblierbar.

Die Natursteinmauer im Osten fängt den Höhenunterschied zu den Nachbargrundstücken auf. Sie wirkt als ruhige Platzwand und wird vom Grün der Gärten überragt. Brunnen und Bänke laden zum Aufenthalt ein und beleben zusammen mit dem Vorbereich des Ladens den Platz von den Rändern aus. Den unteren Endpunkt der Mauer bildet ein kleiner Pavillon für Gemeinde-Information und Geldautomat, gleichzeitig dient er als Regenschutz für wartende Busgäste.

Kirche und Friedhofsmauer behalten ihren grünen Fuß, einladend mit Bänken vor einer Rosenhecke verfeinert, und bilden mit dem Dorfladen die Platzkante im Süden.

Der Platzboden ist ein ebener, gut begehbarer Pflasterbelag. Weniger intensiv begangene Bereiche erhalten bei breiteren Fugen einen leichten grünen Schimmer.

Die Straße verbleibt, wird überpflastert und verbindet so die Grün- und Platzfläche miteinander.

 

Der Dorfladen,

an die obere Straße gerückt, lässt Platz für den breit gelagerten Dorfplatz an der Ortsdurchfahrt.

Der Dorfladen präsentiert sich zum Platz und belebt ihn. Sein ebener Vorplatz lädt zum Aufstellen von Tischen ein - für ein integriertes Dorfcafè mit Selbstbedienung oder einen Mittagstisch.

Über dem Laden können gemeinschaftliche Nutzungen untergebracht werden, soweit sie unten keinen Platz finden, wie Bücherei/Büchertauschbörse, Internetplatz, Besprechungsraum, anmietbarer Raum für Gruppen, Familienfeste. Es ist aber auch eine Vermietung als getrenntes Büro denkbar, da diese Ebene auch von der oberen Straße separat zugänglich ist.

 

Das Wirtshaus

gehört zur Ortsmitte dazu und ist ein angemessenes Gegenüber am Dorfplatz. Der Biergarten wird mit Heckenscheiben und Kastanien einladend gestaltet, die Stellplätze auf die Rückseite verlagert.

 

Anger

Der Blick auf die Kirche von Westen wird durch den Anger entlang der Ortsdurchfahrt freigehalten.

Seine Wiesenfläche wird mit Bäumen und Baukörpern gesäumt.

Die Ortsdurchfahrt wird in die Angersituation eingebunden, durch einen Wiesenrand und Baumgruppen, die auch die Straße überspringen.

Baumart hier Streuobstbäume.

 

Bebauung

Mischgebiet

Im Norden der Ortsstraße, gegenüber dem Anger, wird die dörfliche Struktur ergänzt mit großmaßstäblicheren Gebäuden in Anlehnung an die typische Hofstruktur.

Die 3 neuen Gebäude sind unabhängig vom Straßenverlauf gesetzt und als eigenständige Einheiten erlebbar. Sie eignen sich für Wohn- und Geschäftshäuser, kleine Handwerksbetriebe, aber auch für eine Wohnanlage mit Seniorenwohnungen oder Mehrgenerationenmodelle (zB auch junge Paare). Im Erdgeschoss könnte eine Arztpraxis untergebracht sein.

 

Wohngebiet Nord

Dieses Wohngebiet entwickelt sich entlang der Straße Am Anger. Nur als Fußweg verlängert (Bedarfsausfahrt für größere Fahrzeuge) wird zusätzlicher Verkehr auf der Wohnstraße vermieden.

Doppelhäuser und freistehende Einzelhäuser mit Westgärten werden hier eingefügt. Nur ihre schmalen Giebelseiten weisen nach Norden und bilden ein durchlässiges Gegenüber für die bestehende Häuserreihe.

Entlang der Straße sind Stellplätze und Garagen beiläufig und ökonomisch untergebracht, kleine Zugangsplätze mit Baum entstehen vor den Häusern.

 

Wohngebiet Süd

berücksichtigt 3 Vorgaben:

- Erhalten der Hangmorphologie:

  Einzelhäuser können individuell und harmonisch in die Höhenlinien eingefügt

  werden. Ihre geschützten Westgärten sichern am Nordhang gute Besonnung.

- Betonung des Baumsaumes entlang des Einhangs zum Schwillachtal:

  Fortführung der Baumreihe bis zum Anger und Offenhalten der Gartenzone

  über einen Spielplatz.

- Aufgelockerter, aber klarer baulicher Rand zum Anger,

  Gebäude mit dem "Gesicht" zum Anger:

  Um die uns wichtige Orientierung der Gebäude zum Anger zu erhalten,

  wird hier eine Straße angelegt.

  Nicht eingezäunte Vorbereiche mit Hausbäumen unterstützen den ländlichen Charakter.

 

Plangutachten Ortsmitte Wörth, Städtebaulich- freiraumplanerisches Plangutachtenverfahren, 2011

Auslober: Gemeinde Wörth

Fläche: 5 ha, (1 ha inneres Wettbewerbsgebiet, 1,5 ha Straßenraum der Ortsdurchfahrtsstraße)

Fachplaner: Barbara Weihs Landschaftsarchitektur

Mitarbeiter: Stefanie Ammerl, Boyan Groys