Städtebaulicher Realisierungswettbewerb Ortserweiterung Kirchheim b. München, 1. Platz

  • 01 Lageplan W3
  • 02 Schwarzplan W3
  • 03 1.Bauabschnitt W4
  • 04 4 Bauabschnitte W3
  • 05 Planausschnitt W3
  • 06 Schemata01 W3
  • 07 Schemata02 W3
01 Lageplan W3
02 Schwarzplan W3
03 1.Bauabschnitt W4
04 4 Bauabschnitte W3
05 Planausschnitt W3
06 Schemata01 W3
07 Schemata02 W3

Verknüpfung der Ortsteile 

 

Ein starkes grünes Band  übergreift die Staatsstraße 

 

Ortspark mit  angelagerten Gemeinbedarfseinrichtungen

Ein Freiraumband bildet das Rückgrat für die Entwicklung der  3 Gemeindeteile Heimstetten, Kirchheim und Hausen, lässt aber jedes weiter als eigene Einheit ablesbar bestehen. Das Band überspringt die Staatsstraße mit Fußgängersteg und Straßenbrücke. 

 

Ortspark gemeinsamer Orientierungsraum 

Das großzügige “Grüne Band” des Ortsparks ist ein Erholungs- und Bewegungsraum für alle,  ein zentraler Bezugsraum aller umgebenden Wohngebiete.  

Die Hauptfuß- und Radwege zwischen Wohnen und den Gemeinbedarfseinrichtungen, aber auch zum Einkaufen, bündeln sich hier und laden auch zur beiläufigen Nutzung ein.

 

Rathaus  neue Mitte im Schnittpunkt der Ortsteile 

als Signal an Staatsstraße und Ortszufahrt geschoben, symbolisiert selbstbewußt die demokratische Zusammengehörigkeit der Ortsteile. Rathaus mit Bürgersaal sind von allen Ortsteilen aus direkt erreichbar und rückt auf vielen täglichen Wegen ins  Bewußtsein der Bevölkerung. 

Rathaus und Bürgersaal werden  in eine Gebäudegruppe mit Büros und Markt auf der gegenüberliegenden Seite eingebunden und so ein kleines Zentrum mit Platz inszeniert.  Die Platzfläche ist auf Straßenniveau angehoben. Die Promenade des Ortsparks  führt auf den Rathausplatz zu.

 

 

Wohngebiete


Verbindung und Rücksicht auf den Bestand

Die neuen Wohngebiete werden über das Wegesystem eng mit den bestehenden Gebieten verknüpft. Gleichzeitig vermeiden sie Beeinträchtigungen, halten Abstand mit Grünen Fugen.

 

Überschaubare Wohngruppen 

mit 3-4 Hauszeilen gruppieren sich als ablesbare Einheiten zwischen den Wohnstraßen, sind weitgehend autofrei verbunden und orientieren sich auf einen kleinen baumüberstandenen Platz für Spiel und nachbarschaftliche Begegnungen. Ihre Stellplätze sind entlang den Rändern  ökonomisch an den Straßen in Garagen, Carports und offen unter Bäumen untergebracht.

 

Gestaltungsspielräume in flexiblen Baustrukturen

-Übergang Einfamilienhaus-Geschosswohnen

Die gereihten Strukturen bilden ein stabiles Gerüst mit  Spielraum für unterschiedlichster Haustypen, für individuelle Ausformungen und gewährleisten jederzeit eine Anpassung an zeitgemäßes Wohnen. 

Umformungselemente tragen zur Belebung und Bildung einer eigenen Handschrift einzelner Wohngruppen bei, zB durch Material oder Dachform. 

Es wird ein unmittelbares Nebeneinander  von Geschoßwohnen, Reihenhaus  bis freistehenden Einfamilienhaus  angestrebt. 3-Geschossigkeit lässt darüber hinaus  eine unterschiedliche Umsetzung der Strukturen mit Reihenäusern oder Geschosswohnungen zu und steigert damit noch die Flexibilität. 

 

Mehrgenerationenwohnen

Die Wohnhöfe am Ortspark zeigen dafür exemplarisch Möglichkeiten auf. 

Unterschiedlich große barrierefreien Wohnungen sind über kommunikative Laubengänge und mit einem Lift erschlossen. Sie sind damit ein Angebot für  verschiedene Lebenssituationen und eignen sich auch für Bauherrengemeinschaften. Die aufgezeigte Kombination mit Reihenhäusern lotet die Bandbreite der zusammengefügten Wohnformen  aus. 

Der zum Grün geöffnete Innenhof erweitert die privaten Freiflächen. Die Stirnseiten der Gebäude und ihr leicht angehobener Hof bilden eine unaufdringliche, lockere, aber bewußt definierte Raumkante entlang des Ortsparks.  

 

Betreutes Wohnen- Synergieeffekt mit dem Collegium

Der Wohnhof am  Abschluss des Ortsparks im Süden wird mit einem Cafè seiner besonderen Lage gerecht: als Anlaufpunkt von außen - aber auch intern. Zur Orientierung im Park wird die Gebäudeecke überhöht, so dass sich hier besondere Ausblicke ins Grün bieten, mit einer Dachterrasse für die Gemeinschaft. Zu prüfen wäre, ob die Nähe  zum Collegium 2000 für Betreutes Wohnen zu nutzen ist.

 

Gewerbe 

Zur Ergänzung des Einzelhandels wird ein Einkaufsmarkt an der Staatsstraße, gegenüber dem Rathaus, in eine Bürozeile integriert. Neben der Versorgung der umliegenden Wohnbereiche soll der Rathausbereich damit belebt werden. 

Außerdem werden am Rande der Wohngebiete nach Norden und Westen Gewerbeflächen für nicht störendes Gewerbes, Büros, Dienstleistungen verkehrsgünstig als zukünftiges Arbeitsplatzangebot angeordnet. 

 

Städtebaulicher Realisierungswettbewerb Ortserweiterung Kirchheim b. München, 2011

Auslober: Gemeinde Kirchheim b. München

Fläche: Fokusbereich mit 96 ha + 2 Ergänzungsbereiche mit insgesamt 32 ha

Außenanlagen: Barbara Weihs Landschaftsarchitektur

Verkehrsplanung: Ulrich Glöckl, Transver GmbH

Mitarbeiter: Stefanie Ammerl, Boyan Groys