Realisierungswettbewerb WA17 im Baugebiet am Hirschgarten, 1.Preis

  • Lageplan WA17
  • Persp2
  • Persp1
  • Grundriss
  • Grundrisse
  • Schnitt
  • Ansicht3
  • Ansicht2
Lageplan WA17
Persp2
Persp1
Grundriss
Grundrisse
Schnitt
Ansicht3
Ansicht2

Städtebauliches Konzept

 

Im Zusammenhang des Baugebiets Am Hirschgarten zeigen sich die städtebaulichen Strukturen, die den Leitlinien des Bebauungsplans entsprechen:

- Das Baugebiet WA 17 bildet eine klare Fassung der Straßenräume aus, zur Schloßschmidstraße im Norden, gegenüber der offenen Fläche von WA 13 im Westen und zum Quartiersplatz im Osten. Hier bietet das aufgeständerte Erdgeschoß im südlichen Hof eine großzügige Öffnung, in der die Achse der Durchwegung liegt, gleichzeitig kann dabei die Raumkante als Gegenüber zur großen Öffnung des Quartiersplatzes geschlossen bleiben.

-das Hochhaus erhält durch das Zurücksetzen der Randbebauung einen halböffentlichen Vorplatz am Birketweg, sodaß die Präsenz des Hochpunkts im Straßenraum betont und das Hochhaus WA 14 als Platzkante einbezogen wird. Es entsteht ein markantes Entrée zur Wohnanlage, hierhin orientieren sich eine großzügige Eingangshalle mit Zugangsrampe zum Hochhaus, Hauseingänge und eine Nordsüddurchwegung.

 

Bausteine

 

- klar definierte und räumlich gefaßte Höfe mit unter- schiedlichen Raumqualitäten

- Das Element des offenen Erdgeschoßes, das gemein- schaftliche Nutzungen aufnimmt und aktivierend für die Innenhöfe wirkt

- das Element des Baumdaches, das Räume transparent abschirmt und vermittelt.

 

Freiräume

 

Es werden zwei in Charakter und Proportion unterschiedliche Wohnhöfe ausgebildet, die differenzierte Freiraumsituationen bieten:

- der nördliche, etwas introvertiertere Hof schafft vielfältige Spielangebote unter einer lockeren Obstwiese mit Sitzmöglichkeiten, vor allem für kleine Kinder

- der offenere südliche Hof zu Füßen des Hochpunkts nimmt die großzügige öffentliche Durchwegung für Fußgänger und Radfahrer auf. Hier schließt auch ein Treffpunkt unter einer Bergahorngruppe für alle Altersgruppen an und im westlichen Teil eine freie Spielwiese.

Die nördlich der Durchwegung liegenden Wohnungen erhalten angehobene Vorgelege zum Schutz der Privatsphäre.

Die Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten sind für alle Bewohner gut zugänglich und vernetzen sich über Gartenwege mit der Umgebung. In beiden Höfen werden Flächen für die Versickerung angeboten.

 

Das aufgeständerte Erdgeschoß wirkt in vergleichbarer Weise wie im Eingangshof von WA 15 als ein belebendes, aktivierendes Element für den Innenhof - hier werden nicht nur Nebenräume, Fahrräder etc. untergebracht, sondern es entsteht auch ein Anlaufpunkt für gemeinschaftliche Nutzungen und Tätigkeiten im Hof oder für beiläufige Kommunikation.

 

Grundrisstypologie Hochhaus

 

Die Erschließung ist mit Sicherheitstreppenhaus mit offenem Aussengang gelöst.

Die Freibereiche der Wohnungen sind durchwegs als eingezogene Loggien gestaltet, die eine geschützte, großzügige Privatsphäre bieten. Es wird ein Wohnungsmix von der 1- bis 5- Personenwohnung auf jeder Etage angeboten.

 

Grundrisstypologie Hofbebauung

 

Die Hofbebauung ist vorwiegend in wirtschaftlichen 2-5-Spännern organisiert, die flexibel sind und sowohl Schalträume aufweisen, als auch zusammenlegbar sind. Es entstehen weitgehend nutzungsneutrale Raumzuschnitte.

 

Realisierungswettbewerb WA17 im Baugebiet am Hirschgarten, 2009

Bauherr: -

Ort: Hirschgarten, München

Nutzung: Wohnbau

GF: 20.750 qm

219 Wohneinheiten

Stellplätze in der TG: 176 Stpl.

Aussenanlagen: Lohrer.Hochrein Landschaftsarchitekten